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Bericht Karate Dojo Poing 2025-2026

Bericht des Abteilungsleiters über das Berichtsjahr 2025-2026 für die Mitgliederversammlung am 18. September 2026

Hinter uns liegt ein ebenso sportliches wie arbeitsreiches Berichtsjahr. Zwei Lehrgänge mit Alisa Buchinger, unser Traditionslehrgang mit Péter Schvarcz, der gemeinsame Besuch der Europameisterschaft in Frankfurt und das Trainingslager in Ungarn waren die sportlichen Höhepunkte. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen für das 50-jährige Jubiläum unseres Dojos auf Hochtouren.

Mitglieder und Trainingsbetrieb

Zum heutigen Tag hat die Abteilung Karate 109 Mitglieder. Gegenüber den 112 Mitgliedern des Vorjahres ist das ein leichter Rückgang um drei Mitglieder beziehungsweise rund 2,7 Prozent. Insgesamt bleibt unsere Mitgliederzahl damit auf einem stabilen Niveau. Gleichwohl bleibt es eine Daueraufgabe, Kinder und Jugendliche nachhaltig für Karate zu begeistern und zugleich im Jugend- und Erwachsenenbereich neue Mitglieder zu gewinnen.

Anton Martynov hat auch im Berichtsjahr 2 Anfängerkurse für Kinder durchgeführt: einmal mit 16 Teilnehmern (12 mit Übertritt zum TSV) und einmal mit 12 Teilnehmern (4 mit Übetritt zum TSV). Für dieses Engagement und den damit verbundenen erheblichen Zeitaufwand danke ich Anton ausdrücklich.

Wie in jedem Jahr fanden Gürtelprüfungen für Farbgurte statt, bei denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihren nächsten Schritt gehen konnten. Die Einzelheiten zu Prüfungen und Trainingsbetrieb wird Ingo in seinem Bericht als Dojoleiter darstellen.

 

Lehrgänge und sportliche Höhepunkte

Gleich zwei Mal konnten wir im Berichtsjahr Alisa Buchinger bei uns begrüßen: am 22. November 2025 und erneut am 25. April 2026. Dass eine Weltmeisterin inzwischen regelmäßig nach Poing kommt, ist alles andere als selbstverständlich. Die beiden intensiven Kumite-Lehrgänge waren sportlich anspruchsvoll und zugleich eine große Bereicherung für unser Dojo.

Am 18. Juli 2026 fand unser inzwischen traditioneller Lehrgang mit Péter Schvarcz statt. Wie gewohnt verbanden wir den sportlichen Teil anschließend mit dem gemeinsamen Besuch des Poinger Volksfestes. Erst schwitzen, dann feiern – eine Trainingsmethode, die sich im Karate Dojo Poing bemerkenswert hartnäckig hält.

Mit mehr als 20 Mitgliedern besuchten wir im Mai die Karate-Europameisterschaft in Frankfurt. Europas beste Karateka bei einer Heim-EM live zu erleben, war sportlich beeindruckend und zugleich ein starkes Gemeinschaftserlebnis. Darüber hinaus nahmen Mitglieder unseres Dojos am Kata Spezial in Bad König und an einem Lehrgang mit Masao Kagawa in Regensburg teil.

Auch unser Nachwuchs war erfolgreich. Bei der Deutschen Shukokai-Meisterschaft erreichten Lena, Jannis und Felix mehrere Podestplätze in Kata, Kumite und im Kata-Team. Beim X-Mas-Cup in Neukeferloh sammelten unsere jungen Karateka weitere Wettkampferfahrung und brachten erneut Pokale mit nach Poing.

Das traditionelle Kagami Biraki am 6. Januar eröffnete das Karatejahr gewohnt dezent: mit allen 26 Shotokan-Katas sowie 1.000 Mae-Geri und 1.000 Tsuki. Wer danach noch Neujahrsvorsätze hatte, hatte sie sich jedenfalls redlich verdient.

 

Trainingslager in Ungarn

Im August führte uns ein von Michaela und József Talpai organisiertes Trainingslager nach Tiszafüred in Ungarn. Fünf Kinder und Jugendliche des Karate Dojo Poing nahmen gemeinsam mit ihren Eltern teil; als Erwachsene waren Michaela, József und ich dabei. Bei Temperaturen von mehr als 35 Grad begann das Morgentraining bereits um 6:30 Uhr. Trainiert wurden Kihon, Kata und Kumite für alle Gürtelgrade. Neben dem Karate standen Ausflüge zum Tisza-See-Ökozentrum, in das Thermalbad Cascade Cave and Adventure in Demjén und ins Freibad auf dem Programm. Beim Abschlussbankett wurden Michaela, József und ich geehrt. Mein besonderer Dank gilt Michaela und József für Organisation, Übersetzung und Training.

Gemeinschaft und besondere Anerkennung

Im September 2025 erhielt József Talpai den 7. Dan – eine außergewöhnliche und hochverdiente Auszeichnung. Auch jenseits einzelner Termine lebt unser Dojo von der Bereitschaft vieler Mitglieder und Eltern, Fahrten, Auf- und Abbau, Betreuung, Organisation und Veranstaltungen zu unterstützen. Diese Arbeit findet oft im Hintergrund statt, ist aber für das Funktionieren unserer Abteilung unverzichtbar.

50 Jahre Karate Dojo Poing

Das Jubiläumsjahr wird am 24. Oktober 2026 seinen Höhepunkt erreichen. Efthimios Karamitsos, Bundestrainer Kata, wird den Jubiläumslehrgang unter dem Thema „Die Einheit von Herz, Geist und Technik“ leiten. Am Abend feiern wir mit Mitgliedern, früheren Weggefährten und Ehrengästen fünf Jahrzehnte Karate in Poing. Die Vorbereitungen dafür haben in den vergangenen Monaten sehr viel Zeit und Einsatz verlangt. Der TSV-Ausschuss hat am 16. September 2026 beschlossen, unsere Jubiläumsveranstaltung mit einem Zuschuss von bis zu 7.500 Euro zu unterstützen. Dafür sind wir sehr dankbar; zugleich verschafft uns diese Zusage eine solide finanzielle Grundlage.

Dank und Ausblick

Mein besonderer Dank gilt unseren Haupttrainern Michaela, Ingo, József und Anton sowie allen Trainern, Assistenzen, Vorstandsmitgliedern, Helfern und Eltern. Sie investieren Woche für Woche Zeit, Energie und bisweilen erstaunlich belastbare Nerven. Ohne dieses Engagement gäbe es weder einen verlässlichen Trainingsbetrieb noch Lehrgänge, Turniere und gemeinsame Unternehmungen.

Vor uns liegen nun die letzten intensiven Wochen bis zur Jubiläumsfeier. Wenn alle noch einmal mit anpacken, werden wir am 24. Oktober nicht nur auf 50 Jahre Karate Dojo Poing zurückblicken, sondern zugleich zeigen, dass unser Dojo auch für die kommenden Jahre bestens aufgestellt ist.

Poing, 18. September 2026
Ralf Rebetge
Abteilungsleiter Karate im TSV Poing

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