Kata

Kata bedeutet „Form“ oder „Schablone“. Eine Kata ist ein stilisierter und choreographierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, der einem festgelegten Muster im Raum, Embusen genannt, folgt. Verschiedene Stilrichtungen üben im Allgemeinen verschiedene Kata, jedoch gibt es auch viele Überschneidungen, Varianten und unterschiedliche Namensgebung. Kata entwickelten sich wie bereits im Abschnitt Geschichte erwähnt zur komprimierten Weitergabe der Techniken einer Schule oder eines einzelnen Meisters ohne die Notwendigkeit schriftlicher Aufzeichnung.

Die fünf Elemente der Kata sind

  1. Genkyo
  2. Bunkai
  3. Ōyō
  4. Henka
  5. Kakushi

Genko – Basisform

Der Begriff genkyo (jap.: 原拠) bezeichnet die Grundform einer Karate-Kata, also das, was man unter ihrem technischen Ablauf versteht und ist Teil des kata bunkai.<br.>Zum besseren Verständnis können die Techniken der kata isolliert geübt werden, wodurch kihon (Grundschule) entsteht. Kihon ist dementsprechend ein Resultat der Zerlegung der kata in einzelne Techniken (kata kihon), in denen die Prinzipien des omote (offensichtlich) und ura (hintergründig) in der Persönlichkeit des Übenden sichtbar werden.

Bunkai – Studium der Kata

Mit kata bunkai (型分解) bezeichnet man das Studium der Karate-Kata. Grundsätzlich besteht diese Methode (bunkai) aus einem zweigleisigen Studienweg (理論と実践, riron to jissen), das das Studium der Theorie (型の理論, kata no riron) und das Studium der Praxis (型の実践, kata no jissen) enthält, auf dem Voraussetzungen für das korrekte Verständnis einer kata als Wegübung () gegründet werden. Dies jedoch nur dann, wenn das Gesamtkonzept der Übung einem klassischen Konzept unter einem sensei folgt. Die Wettkampf-Kata entspricht nicht diesem Konzept.

Ōyō – Anwendung

Der Begriff ōyō (応用) bedeutet „Anwendung“ und ist der kämpferische Teil des wesentlich komplexeren kata bunkaiŌyō bezeichnet das Studium und die Übung der kämpferischen Sequenzen aus einer klassischen kata. Durch ōyō kann der Kampfstil einer kata entschlüsselt und gelernt werden.<br.>Im Gegensatz zu ōyō bezeichnet kumite die Anwendung der einzelnen Techniken im karate mit einem Partner. Kumite ist kein ōyō, sondern eine Partnerübung, in deren verschiedenen Unterformen, die Karate-Techniken zur Routine gebracht werden. Im ōyō ist das kämpferische Verfahren durch die kata vorgegeben, im kumite können Karate-Techniken frei gewählt werden.

Henka – Variationen

Der Begriff henka (変化) bezeichnet im Japanischen einen Wandel, eine Wende, einen Wechseln, eine Veränderung, eine Variation. 

Kakushi – Die Versteckte Technik

Der Begriff kakushi waza (隠し技) bedeutet „versteckte Technik“ und ist ein Teil des kata bunkai.

 

Quelle: Budopedia, http://www.budopedia.de/wiki/